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Die Oase

Die Oase. 23./24.November 2018

Die Mini-Konferenz Offspaces

 Struktur – Professionalisierung und Ehrenamt, Zeitmanagement und Netzwerk in nicht-hierarchisch organisierten Kulturzentren“

Das Gängeviertel (Hamburg) und der Künstler Oliver Kochta-Kalleinen werden ins Zentralwerk eingeladen um ihre Arbeitsweise vorzustellen und an einem Workshop gemeinsam mit Offspaces teilzunehmen. An zwei Tagen werden die geladenen Experten aus den Modellprojekten ihre unterschiedlichen Ansätze in den Organisations- und Verwaltungsformen vorstellen und mit den Teilnehmern diskutieren. Die Offspaces der Stadt Dresden sowie andere Interessierte, Kunst- und Kulturschaffende sind dazu eingeladen an der Konferenz teilzunehmen. Der zentrale Gedanke des Projekts Die Oase. gemeinsam sind wir stark, wird in diesen Tagen weitergeführt, stellt sich in seiner Konsequenz die Frage nach einer gemeinsamen Vision der Stadt Dresden, vielleicht sogar als Oase der freien Künste und der unabhängigen Kulturzentren und nach engerer Kooperation der Kulturakteure vor Ort. Dabei gilt es aber auch Methoden aufzuzeigen, die eine effektive Zusammenarbeit befördern ohne dabei einen noch größeren Zeit- und Verwaltungsaufwand zu generieren.

23. November, Freitag 16:00 bis 20:00 Uhr (öffentliche Veranstaltung) im Proberaum des Farbwerk e.V., Souterrain Zentralwerk

Christine Ebeling/ Gängeviertel (Hamburg) und Oliver Kochta-Kalleinen (Dt., Fin) stellen sich vor.

Wie wirkt das Gängeviertel und Oliver Kochta-Kalleinen ins Lokale hinein, mit welcher Struktur, welchen Arbeitsweisen? Wir arbeitet sie mit anderen zusammen? Auf Stadt, Land sowie internationaler Ebene? Bedeutet das Netzwerk Stärkung? Wann wird Netzwerkarbeit zur Zeitverschwendung?  

24. November, Samstag 09:00 bis 16:00 Uhr (geschlossene Veranstaltung mit verbindlicher Anmeldung) im Proberaum des Farbwerk e.V., Souterrain Zentralwerk

Workshop mit einer Moderation durch Anke Strauß (Organisationswissenschaftlerin) und Christina Ciupke (Choreografin)

Zur Vorbereitung bekommen die Teilnehmer, die gleichen Fragen gestellt, wie die Referenten am Vortag. 

Dazu kommt die Frage: Wie wollen wir zusammenarbeiten? Welche konkreten Szenarien der Zusammenarbeit können wir uns als gemeinsame Arbeitsgrundlage vorstellen? 

 

Die Teilnehmerzahl für den Samstag ist begrenzt. Deshalb bitten wir um eine verbindliche Anmeldung unter verein@zentralwerk.de bis zum 17. November 2018.

Das so genannte Gängeviertel besteht aus 12 Häusern in zentraler Innenstadt-Lage Hamburgs.

2009 wurden diese weitgehend leerstehenden, denkmalgeschützten Häuser von ca. 200 Kunst- und Kulturschaffenden besetzt. Diese Inbesitznahme mündete in die Rückabwicklung des Vertrages zwischen Investor und der freien Hansestadt Hamburg. Was damals als „Wunder von Hamburg“ Schlagzeilen machte, ist heute ein Großbetrieb der Freiwilligkeit.

Als Verein Gängeviertel e.V. und Gängeviertel Genossenschaft von 2010 eG verwaltet sich dieses Kollektiv selbst, die Arbeit für den Kulturbetrieb wird bis auf kleine Ausnahmen ehrenamtlich geleistet. Mit seinen drei Bühnen, drei Galerien, Cafés und Läden ist das Viertel einer der bekanntesten Orte der Stadt.

Christine Ebeling ist Pressesprecherin des Gängeviertels, Verhandlerin, Netzwerkerin, Kuratorin, Künstlerin und Kunstschmiedin. Sie ist schon seit Beginn 2009 im Gängeviertel aktiv, als ein regelmäßiger Jour-fixe noch zu konspirativen Treffen in die „Zelle“ einlud.

Seit 1993 hat sie verschiedene Künstlerhäuser und Ateliergemeinschaften gegründet, Galerien und Festivals organisiert, Vereinen und Initiativen vorgestanden, Ausstellungen und Bühnen realisiert, auf Podien und vor Kameras gesprochen und noch vieles mehr. Aktuell ist sie neben dem Gängeviertel noch in den Netzwerken ‚Recht auf Stadt‘, ‚ART OFF Hamburg‘ und ‚Die Vielen Hamburg‘ engagiert und arbeitet am internationalen Austausch mit Süd-Korea und anderen europäischen Ländern.

Oliver Kochta-Kalleinen ist ein in Helsinki ansässiger bildender Künstler, der mit Video und Performance arbeitet, oft mit einem partizipativen Ansatz. Er führte Regie bei mehreren Filmen vom Kurzfilm bis zum Dokumentarfilm. Oliver ist Mitbegründer von complaintschoir.org, YKON und speechkaraoke.org. Er sammelte Erfahrung in dynamischen Moderationstechniken, um Workshops, Nichtkonferenzen oder Gruppentreffen zu konzipieren und durchzuführen. Er ist Unterstützer der Offenen Wissensbewegung und hat kürzlich in Helsinki eine Konferenz mit dem Titel „Social Tools 2018 – Decentralized Organizing in Practice“ organisiert, die sich mit den sozialen Auswirkungen von Dezentralisierungsprozessen und der gemeinsamen Arbeit von künstlerischen Kollektiven, Genossenschaften, Start-ups, NGOs, Unternehmen, Museen und aktivistischen Netzwerken beschäftigt.

 

Das Projekt wird gefördert durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden.